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Fahrtenkonzept: KZ-Gedenkstätten

Fahrtenkonzept der KGS Schneverdingen zu der Gedenkstätte am Bullenhuser Damm und zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Seit 2014 hat es sich die KGS Schneverdingen zur Aufgabe gemacht, mit jedem 7. Jahrgang zur Gedenkstätte am Bullenhuser Damm und mit jedem 8. Jahrgang zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu fahren. Die eigentliche Initiative ging dabei ursprünglich von den Schülerinnen und Schülern, stellvertretend durch die SV aus. Diese haben sich an die Schulleitung gewandt, um zu fordern, mindestens einmal in ihrer Schullaufbahn an eine Gedenkstätte zu fahren, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Da die Exkursion einen erheblichen organisatorischen Aufwand mit sich bringt, findet diese nur alle zwei Jahre statt, sodass jede Schülerin und jeder Schüler nur eine der beiden Gedenkstätten besucht.

Die Schüler werden im Vorfeld sowohl mental als auch inhaltlich auf die Geschehnisse von den Klassenlehrkräften vorbereitet, die in Verbindung mit dem Nationalsozialismus vor Ort an den Gedenkstätten thematisiert werden. So ist eine optimale und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gewährleistet.

Die Vorbereitung findet entweder im Geschichtsunterricht, dem Deutschunterricht, oder dem Politikunterricht statt. Sollte die Klassenlehrkraft keines dieser drei Fächer unterrichten, so wird in enger Absprache mit den Fachkolleginnen und Fachkollegen gearbeitet, damit die Klassenlehrkräfte ihre Klasse gut während der Exkursion betreuen können.

Die Schülerinnen und Schüler reisen am Exkursionstag entweder mit dem Bus zur Gedenkstätte Neuengamme, oder aber mit dem Zug zur Gedenkstätte am Bullenhuser Damm an. Dabei werden sie von zwei Lehrkräften begleitet, die auch für aufkommende Fragen zur Verfügung stehen.

An den Gedenkstätten selber werden die Schülerinnen und Schüler zum einen von Guides der Gedenkstätte durch diese geführt und bekommen dort anschaulich vermittelt, welche Schreckenstaten die Nationalsozialisten während ihrer Herrschaft begangen haben. Auch die Einzelschicksale der Opfer werden hierbei genauer beleuchtet.

Neben den offiziellen Guides werden einzelne Schülerinnen und Schüler im Vorfeld der Exkursion von der Gedenkstätte ausgebildet, so dass auch sie einen aktiven Teil an der Führung übernehmen und ihren Mitschülern bestimmte Aspekte in der Gedenkstätte erklären.

Sinn dahinter ist, dass die Schülerguides so die Inhalte den Mitschülern noch schülerfreundlicher und näher vermitteln können und dadurch auch das Interesse der Mitschüler angehoben wird.

Die Fahrt nach Neuengamme und zum Bullenhuser Damm ist gekoppelt an die Projektwoche, in der die Schüler des 7. und 8. Jahrgangs die Themen „Demokratisch handeln“  und „Gegen Rassismus“ bearbeiten und dazu Projekte entwickeln sollen.

Die Projektwoche kann also gut als Nachbereitung für die Exkursion genutzt werden, um dort noch einmal das Erlebte zu thematisieren und zu besprechen.

Finanziert wird die Exkursion zum einen durch Schülerbeiträge. Diese sollen jedoch nicht mehr als 5€ pro Schüler betragen.

Die restlichen finanziellen Mittel werden dankenswerter Weise vom Stadtpräventionsrat, dem Kreispräventionsrat, sowie dem Förderverein getragen.

Ansprechpartner: Lars Brockmann

 

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